Hausen "Sportplatzhalle" -
15.01.2011
Vorab muss diese Frage gestellt werden: Ist
der schwarze Mantel jetzt aufgetaucht oder
nicht? Die Frage "Habt ihr einen schwarzen
Ledermantel gesehen" wurde jedem von uns
mindestens 15mal gestellt. Aber es würde
wohl zu weit führen, dies näher
auszuführen...
Hausen stand auf dem Tourplan - man wusste
worauf man sich einlässt. Gute Erinnerungen
nämlich! Bis jetzt war jeder Gig dort immer
witzig und mit guter Laune vor Ort
gewesen.So auch dieses mal. Fragmentory
waren wieder mit am Start und legten (wie
immer) einen brachialen Auftritt auf die
Bretter. Respekt - gefällt mir jedes mal.
Auch wenn ich dieses Mal eher weniger der
Band lauschte, als das ich mich eher kaputt
lachte über das was da im Backstage abging.
Trinken (ja, Alkohol) scheint seinen Reiz
verloren zu haben, da meine Bandkollegen es
vorzogen dem Lederball an Stelle des
Jackie-Cola (der uns freundlicherweise zur
Verköstigung angeboten wurde) fröhnten. Wer
auch immer auf die Idee kam - ich war bei
der Entscheidung noch nicht vor Ort - es
wurde im Backstage also Sitzfussball
gespielt. Jan (aka "die flinke Hand Gottes"
- nicht zu verwechseln natürlich mit Diego
Maradonna weil der nicht im sondern meistens
vor dem Kasten) im Tor und beide auf
einem dieser Gymnastik-Rücken-Schon-Bällen
sitzend) und Hotte ("the Foot from Hell")
beim Dauer-Strafstoss schießen. So wurde -
unter lautem Gelächter und Anfeuerung aller
Anwesenden - ständig ein "Elfmeter"
geschossen und Jan auf die Probe gestellt.
Jan schlug eine Breze nach der anderen
aufgrund des fehlenden Gleichgewichts. Die
WM live in einem südafrikanischem Stadion
kann ich mir nicht intensiver vorstellen.
Super-witzig... ;-) Unser Gig war dann
eigentlich ganz ordentlich und Knorke, wenn
ich auch gerne ein wenig mehr
Publikum-Reaktion gesehen hätte. Na ja,
Franken halt. "Erscht amol schaun, dann se
mer scho!" Leider änderte sich diese
Einstellung beim Großteil des Publikums auch
nicht mehr für den Rest des Abends. Seis
drum... Am Schluß des Abends wurden wir dann
auch noch wie kleine Kinder vom Chef (war
das der Chef?) über das Rauchen in
geschlossenen Räumen belehrt. Ja, er hatte
ja Recht... So saß ich irgendwann tierisch
müde in meinem Auto und wartete auf Jan, der
unserer Gage hinter her rennen musste. Nicht
im wörtlichen Sinn, sondern eher im
zeitlichen. Es zog sich wie Kaugummi. Unterm
Strich hat es wie immer Spaß gemacht in
Hausen. Franken rockt ohne zu rocken! Prost!
Hirschaid "Jahnhalle - Kill
the Cow Festival III"
- 09.04.2011
+ La Confianza,
Mardrom (CD-Release), Save Today, Lebend KO,
Tuget, Dry Vapour, Silence After Sunset
Zwei Mädels
laufen schreiend durch meine Haustür,
stürmen unter Gelächter in die Wohnung.
Hinten dran, Markus mit einem sichtbar
entnervten Gesichtsausdruck. Er lächelt mich
gequält an und erzählt in Satzfetzen - da
immer wieder durch die Mädels (eine seine
(fast-) Frau die andere eine gute Freundin)
unterbrochen - von einer Autofahrt zu mir,
die sich wohl akustisch gewaschen haben muss
- so verstand ich die Puzzleteile seiner
Worte zu Mindestens. :-) Die Party war wohl
schon im Vorfeld unserer gemeinsam geplanten
Abfahrt gestartet worden, so dass gleich die
nächste Flasche mit Frau Nummer drei
(meiner) aufgemacht wurde. Stilecht in
Festivalbechern wurde angestoßen. Markus und
ich schauten Kopfschütteln (aber innerlich
sehr amüsiert) zu. Einige Zeit später - die
Becher waren nun geleert - konnten wir dann
auch unter lautem Geschrei und Gelächter, -
Schrägstrich Gesinge - abfahren. Die Fahrt
hinüber nach Hirschaid, lernte ich einiges
an Frauenwitzen, Kerwasliedern von
angehobenen Röcken, "Pommeranzenstöcken" und
"harten Dingen" die so sein müssen. Alles in
einer Lautstärke, die jedem Heavy-Metal
Livekonzert in nichts, aber auch gar nichts
nachgestanden hat. Mir klingelten die Ohren
und ich war dann doch irgendwie froh an der
Halle in Hirschaid angekommen zu sein und
mein Equipment ausladen zu dürfen *lach*.
Schwupp, die Frauen waren schon im Getümmel
der Hallenbesucher verschwunden.
Überraschend gut besuchte Veranstaltung,
scheinbar auch gut organisiert (Securitys,
Personal, Schilder an jeder Ecke), ich war
positiv überrascht. Ich kannte die Halle von
früheren Veranstaltungen (das
Winterbreez/-breath hatte hier früher einmal
statt gefunden) und so wusste ich wohin mit
meinem Krempel. Zack, ab damit in den
Backstage und in die Menschenmenge gemischt.
Natürlich viele Bekannte getroffen und
eigentlich bis zu unserem Auftritt hier und
da mit jemandem geredet und BIER getrunken.
Ich schreibe das in Kapitalen, da es nur
BIER gab - und das auch noch irgendwie echt
mieses (sorry Leute, aber die Kritik bekommt
ihr jetzt einfach mal von mir serviert - das
ging echt mal gar nicht! Und das bei unserer
Brauereidichte mit
"ich-flipp-gleich-aus-so-gut-ist-das-Bier"!
Oh ney...). Das zusätzlich schlimme an der
ganzen Sache: Man konnte keine Alternative
wählen, da es keine Bar auf der
Veranstaltung gab. Ähhm... Keine Bar? Ich
war verwirrt. Schon seltsam irgendwie, da so
eine Bar eigentlich immer den saftigsten
Gewinn in die Kasse eines Veranstalters
schwemmt. Warum es hier keine gab, wird wohl
immer ein Geheimnis und Mysterium bleiben.
Ich verstand es nicht und schrieb somit
meine "Mike-Asbach-Eskaläischn" für diesen
Abend ab. Mist! Ich wurde sogar (und das ist
nicht erfunden!) von einem mir unbekannten
Metalhead angefleht, ich solle ihn doch in
den Backstage mitnehmen weil wir "Stars"
doch bestimmt einen Schnaps bekommen hätten!
Er zog an meinem T-Shirt und sah echt
verzweifelt aus - aber auch ich konnte
ihm nicht helfen und musste ihn mit
traurigen Augen im halbdunkel des
Treppenaufganges stehen lassen. Strange...
Irgendwann war es dann an der Zeit unseren
Auftritt anzugehen. Die ersten Songs liefen
gut von der Hand und dieser Zustand zog sich
über den ganzen Abend durch. Ich denke (mit
Monitorboxen am Bühnenrand ist das immer
etwas schwerer einzuschätzen) es war ein
spielerisch besserer Abend von uns. Die
Stimmung war auf jeden Fall da und ich hatte
seit längerer Zeit mal wieder durchgängig
des Abend über richtig Bock. Die Leute
machten richtig Gaudi vor der Bühne (ich
entdeckte auch unsere Mädels nun wieder -
tanzend, singend). Irgendwann spring eine
Frau zu uns auf die Bühne und "macht Dinge"
(hat sie auch richtig gesungen? Ich konnte
es nicht sehen...). Moshend, tanzend, Hotte
ansingend - das ganz dicke Programm am
Bühnenrand eben. Lustig... Der Gig ist
irgendwann durch und hinter der Bühne trifft
sich noch einmal alles und jeder. Ich hätte
gerne noch ein Bier getrunken, konnte aber
meinen Brechreiz nicht mehr weiter auf die
Probe stellen und ließ es schlicht sein.
Markus packte die nun sichtlich zerstörten
Mädels (meine war glücklicherweise noch
okay) in das Auto. Ohne Umwege hielten wir
schließlich noch im McDonalds in
Geiselwind, wo uns enttäuschte "Cover-Fans"
die gerade aus dem Saal kamen, von nem wohl
echt miesen Abend bei *ZENSUR* erzählten.
"Also in Hirschaid war was los kann ich euch
sagen - mein lieber Herr Gesangsverein!"
*lach*. Na ja, jeder drehte sich noch zwei
drei Luftpolster-Burger rein und fast
hätte es noch eine "Arschfax-Eskalation"
gegeben, da bei jemandem von uns
selbiges zu sehen war und wir
"biergeschwängert" vom Nachbartisch darauf
hingewiesen wurden. Zitat von ungenannt
bleibender weiblicher Person an unserem
Tisch: "Wos hod der gsogt?...Naaa...Ey echt
oder wos?... I komm fei aus am kleinen
niederbayerischen Dorf! Do müss mer mehr fei
Schlägern wenn der sich a weng aufführt!").
Ich schmiss mich weg. Die Eskalation konnte
abgewendet werden, schlimmeres blieb aus.
:-D
So endete der Abend, nachdem Markus uns
daheim abgeliefert hatte und die
Mädels nun eingeschlafen waren. Sehr schön
war s! Danke Markus! Danke Hirschaid! Das
hat gerockt!
Koppenwind "50 Jahre SRK Feier" (Festzelt)
- 17.06.2011
+ Lost Ideals
(Punk)
"Net
schlecht" entfährt es mir beim ersten
Anblick des großen Festzeltes welches da auf
dem Dorfplatz in Koppenwind stand. Jürgen (aka
"Smurf" - aka "Der Veranstalter") hatte noch
ein paar Zeltbahnen drangehangen, um für den
erwarteten Ansturm bei Hirschleder
bei den am nächsten Tag angesagten
Schützen/Krieger-Vereinsmitgliedern aus ganz
Deutschland gewachsen zu sein. Ich muss
gestehen, dass sich mir Bilder von leeren
Zelten und einer müde aufspielenden
Coverband aufdrängten (alles schon erlebt).
Aber man ist ja Optimist (um es vorweg zu
nehmen: das Zelt füllte sich letztlich mit
knapp über 400 Leuten, was für die Masse an
Veranstaltungen an diesem Abend im Umkreis
schon ganz okay war). Ich werde auch gleich
von allen begrüßt (man kennt sich ja) und
gehe auf "Latzi" und seine Bandkollegen von
den "Lost Ideals" zu. Es werden artig Hände
geschüttelt und ein paar Worte gewechselt.
Dabei fällt mir der Rastafari-Bassist von
den Ideals auf. Schon eher abwesend gewesen
der Mann... Eigentlich schaute er während
der Unterhaltung auch nicht mich an, sondern
mehr so in die Leere des Raumes. Wohl etwas
zu lange gestern gefeiert, wie? Ich grinste
in mich hinein...Letztendlich kennt ja jeder
von uns diese Zustand (direkt nach dem
Aufstehen um 18.00 Uhr) *lach*. Alle sind
sehr freundlich, die Ideals packen ihren
Krempel auf die Bühne (und haben sogar
*Neidmodus on* eine Kanone zum abschießen!).
Kevin (unser FOH-Mischer) hatte uns an
diesem Abend leider (aus privaten Gründen)
absagen müssen, so dass Tom (soweit ich mich
erinnere auch aus Regensburg) den Job
übernahm. Netter Kerl, bei dem man merkte
das er diese Arbeit nicht zum ersten mal
machte. Nach ein paar Worten, wuselte dieser
dann auch von Dannen und ich widmete mich
auch meienr Technik und baute meinen Krempel
auf der Bühne auf. Soundcheck, Essen, alles
sehr routiniert und stresfrei. Sehr gut, so
mag ich das... Die Lost Ideals begannen in
einem Zelt, in dem dann doch schon so einige
Leute ihrem Bierdurst stillen wollten. Sehr
cooler Auftritt (auch wenn einer der
Trompetenschlümpfe dies nicht so sehen
wollte und ich ihn auch nicht von dem
positiven Gegenteil überzeugen konnte). Mir
hat die Show Spaß gemacht (und ich denke
anderen auch). Punk `n Roll mit Bläsern, ich
finde das eh cool... Unser Auftritt stand an
und wir legten mit den üblichen Songs los.
Ich freute mich innerlich schon seit
längerem auf die (extra für Koppenwind)
einstudierten Songs in der Mitte des
Song-Sets. Von Anfang an, war die Stimmung
eigentlich schon recht gut, steigerte sich
dann aber in ein Ohrenbetäubendes Mitgesinge
und unkontrolliertes "Abgetanze" vor der
Bühen, als wir zu besagten Songs vorstießen
und diese spielten. "Durstige Männer"
scheint ein echter Brecher zu sein (ist er
ja auch, da man ihn problemlos mit 98 Oktan
im Blut immer noch mitgrölen kann!). Auch
die Zwangsversteigerten Doppelhaushälften
schlugen entsprechend bei den anwesenden
ein. Ich freute mich und hatte immensen Spaß
an dem ganzen Auftritt (auch spieltechnisch
waren wir richtig gut an diesem Abend) und
auch der eine oder andere Asbach-Cola stand
auf einmal in Greifweite meines Armes. Sehr
schön... Auch schön: Chrissi (unser "alter"
Sänger von früher) war auch (mit seiner Frau
Anja) anwesend. Leider blieb zu wenig Zeit
zum quatschen. Sorry Leute - ich hätte sie
mir gerne genommen bevor ihr nach USA fliegt
und dort bleibt. Schade... Lustig und auch
irgendwie nicht: Jan fing - nachdem Chrissi
nicht wollte - gegen Ende des Gigs an,
Thorsten dazu zu Nötigen einen Song mit uns
am Schlagzeug zu spielen. Ein kurzer Blick
auf Thorstens Zustand verriet mir aber, dass
mit so einer Aktion von seiner Seite aus
nicht mehr zu rechnen sei. Thorsten war so
dermaßen voll, dass alles zu spät war.
Irgendwer versuchte sogar noch ihn über den
Rand (vorne) auf die Bühne zu heben,
scheiterte aber an seiner Masse. Ich
beobachtete das ganze eine Weile und wurde
fast etwas ärgerlich, da ich merkte das auch
Thorsten keinen Bock auf die Aktion hatte.
Ein bisschen Grinsen musste ich aber beim
Anblick der ungeschickten Aktion (Betrunkene
versuchen einen Betrunkenen zu "helfen" und
scheitern dabei ihn "hochzuheben") schon. Na
ja... Auf jeden Fall verabschiedeten wir uns
irgendwann mit einigen Zugaben und
nach einer eher hektischen Suche nach dem
"Kassierer" der mir das Geld für unseren
Mischer Tom geben sollte (weil dieser ja
einen eher längeren Heimweg hatte) und
vielen Leuten die gleichzeitig irgendwas von
mir wollten, konnte ich letztendlich dann
doch noch gemütlich in der Bar versumpfen.
Sirtaki-tanzend und etliche Asbach-Cola
später fand auch ich den Weg in mein Bett
(der Weg war ja auch nicht wirklich weit).
:-). Ein geiler Abend. Am nächsten Morgen
saßen die Schuhmi`s (nach einer Nacht im
Auto) bei uns im Esszimmer, Uwe schlief im
immer noch Auto und die ersten Biere wurden
schon wieder getrunken (von mir nicht!). Ich
sag nur "Konterseidla"! Justine brauchte
dann auch noch etwas länger um klar und fit
zu werden (sie sollte die Schuhmis mit nach
Hause nehmen und das Auto bedienen - was
keiner der anwesenden hätte gekonnt) und Jan
brauste schon wieder weiter auf den nächsten
Live-Gig mit "Hatred" (er half für den
dort verletzten Bassisten "Hudson" aus).
Resumee: Alles in allem - ein dicker Daumen
nach oben. Ich hatte meinen Spaß....
Eyrichshof bei Ebern "Metal 2 Stage"
(Festzelt)
- 16.07.2011
+ "Ebola", "Cronicaband"
und "All Left Drowning"
"Fußball?
Ich?" Mit einem Kopfschütteln verneinte ich
die Frage von Jan, ob ich denn bei dem Gig
in Eyrichshof am Fussball-Bandturnier
teilnehmen wollte. Zu viele negative
Erinnerungen an meine aktive Fussballerzeit
(ich war extrem lange extrem erfolglos auf
meiner Libero-Position). So überlegte ich
dann auf der Hinfahrt schon, welcher meiner
Bandkollegen nun alles welche Gliedmaßen
gebrochen oder gestaucht hätte. Ich fand das
(mir zuvor völlig unbekannte Eyrichshof) auf
den ersten Versuch und auch meine
Bandkollegen schienen unverletzt. Wenn auch
Carsten einen rötlichen Gesichtston
angenommen hatte (es war ein heißer
Sommertag) und nur noch ein schwaches "Sers"
herausbrachte. Ich gesellte mich zu ihnen
auf die Bierbank die am Rand des
Fußballplatzes standen und wir / ich
regulierten unseren / meinen
Flüssigkeitshaushalt erst einmal mit
Wasser Weizen. So saßen wir
beisammen, tranken und diskutierten die
obligatorischen "Welche Band / CD ist besser
als die andere". Kurze Zeit danach tauchte
ein Hund mit einem T-Shirt mit
Unterschriften (?) unter unserem Tisch auf.
Mich überrascht bald eher gar nichts mehr...
:-) Die ersten Bands spielten, ein kurzer
Blick in das Zelt und kurz zugehört aber es
wollte nicht so recht bei mir zünden. Auch
machten mir Kopfschmerzen an diesem Abend zu
schaffen, so dass ich es vorzog mich
kurzzeitig in mein Auto schlafen zu legen
(Pille rein und Augen zu hilft meistens). So
war es dann auch und ich wurde durch den
SMS-Ton meines Handys geweckt "Ey, wo bistn?"
schrieb mir Hirschi. Ach ja, den hatte ich
ja eingeladen... Schnell auf und rüber zum
"Festgelände" (dem Fussballplatz mit Zelt).
Schön mal wieder mit Hirschi zu reden (wenn
auch leider nur kurz, da andere meine
Aufmerksamkeit benötigten). Ich amüsiere
mich gerade noch über den (bei
Höllenlautstärke) am Mischpult schlafenden
(ehrlich!) "Lichtler", da waren wir auch
schon an der Reihe. Nach einigen
Anfangsschwierigkeiten mit der
Aufmerksamkeit des Publikums (es war dann
doch schon recht spät geworden - bei 4 Bands
an einem Abend eher nicht ungewöhnlich)
zündete dann doch noch der Funke und die
Stimmung war (erneut bei den Dimple Minds)
wieder sehr gut (und laaaaut!). Uns
war bewusst, dass wir unser Set kürzen
mussten (was wir auch schon im Vorfeld
spontan während des Abends gemacht hatten)
aber das uns der Strom abgestellt wurde,
fanden viele Zuschauer am Ende des Abends
und unseres Auftritts dann doch eher
"Abrupt" und "leicht unangebracht". Wir
spielten unseren letzten Song (wobei ja
eigentlich noch mindestens 8 Songs gekommen
wären, wir aber schon alles mögliche
weggelassen hatten) und nach dem letzten Ton
ging das Licht an und der Ton aus. Wir
konnten nicht einmal mehr "Schüss" oder
ähnliches sagen. Unschön... Irgendwie
war dann nach dem Auftritt meine Stimmung
auch im Sack, so dass ich mich auf direktem
Weg in die etwa eine Stunde entfernte Heimat
aufmachte. Fazit: Joa, war schon ganz
cool...
Hirschleder rocks the wedding of the year -
10.09.2011
+ "Schopenhauer", "Beatbox-Brother",
"Texas-Lightning" (wie war der Name nochmal?"
Da fehlen
mir die Worte! Geil wars! (ich schreib noch
was dazu)
Gunzendorf "Tanzaplast" 10
Jahresfeier Schlachtschüssel - 02.12.2011
+ "Schlachtschüssel
"Wer bistn
du eigentlich und wo gehörschtn na du
überhappts no?! Ein (bis jetzt ungeklärt ob)
ungebetener Gast der illegale Substanzen
einführte, eine Torte (nein, erst mal nicht
eine lebende) mit Totenkopfzuckerguss und
dann doch eine Torte mit (fast) blank
gezogene Brüsten. So könnte man den Abend in
Wortfetzen umreißen. Jetzt gerade in dem
Moment als ich diese Zeilen schreibe, fällt
sogar einem "Spätchecker" wie mir auf das
das schon ganz schön nach Rock`n Roll der
alten Schule klingt. Das Klischee wurde
wieder mal erfüllt - hätte ich mal gesagt.
Die letzten Wochen hatte ich mit Hatred
außerhalb von Franken Musik gemacht - was
auch ultra spaßig war - wenn ich mir in
Bielefeld auch den Rücken so dermaßen
geschrotet habe, dass ich heute noch
darunter leide. Aber na ja, das Alter holt
mich doch wohl ein. Auf jeden war es mal
wieder saugeil mit meinen Hörschn live zu
spielen. Und dann noch in Gunzendorf, dem
zweiten Wohnzimmer der Band. Wir freuten uns
tierisch und Carstens Traum ging an diesem
Abend - wenn ich seinen seligen
Gesichtsausdruck auf der Bühne während eines
Songs richtig gedeutet habe - in Erfüllung.
Einmal in Gunzi spielen - da bleibt kein
Auge oder der Schlüpfer trocken. Ich komme
zur Tür nach Gunzendorf hinein, stelle meine
diversen Instrumenten- und Equipmentkoffer
ab und freue mich gut gelaunte Gesichter zu
sehen. Jeder wuselte mit irgend einer
Tätigkeit umher. Ich beschloss den Abend
ruhig anzugehen (Stress kann ich ja grad gar
nicht gebrauchen!),knackte folglich (das ist
Logik!) erst mal mit dem Feuerzeug ein Bier
und machte meine Runde um alle einzeln zu
begrüßen. Schlot - wie immer am
Merchandising-Stand - freute sich wie ein
kleines Kind über die von uns mitgebrachten
(neuen) Hirschleder-Shirts. Wir sollten bis
Ende des Abends dann auch einige verkaufen
(es hat sogar jemand ein gelbes Hirschleder
Shirt gekauft - unfassbar wie betrunken
manchen Leute sein müssen! *kleiner
Scherz*). Ich begrüßte so nach und nach
jeden. Schlachtschüssel hatte einen Beamer
aufgebaut, über den alte Fotos der
Bandgeschichte abgespielt wurden. Hätte es
Klaus nicht von selber gesagt, ich hätte mir
den Spruch "Nachmacher" nicht verkneifen
können. Aber so nahm er mir den ganzen
"Stichelei-Spaß". Sehr witzige Bilder im
übrigen... Tja, was war noch... Soundcheck
zum Beispiel. Auch ziemlich gut, dass Heinz
sich verspätete (bis ca. 21.20 Uhr) und
somit nicht sein Equipment aufbauen konnte.
Ich wurschtelte 30min mit der Box, drölf
Kabeln und meinem POD herum, um einen Ton
aus dem Ganzen heraus zu holen. Ich gab
irgend wann entnervt auf und Olli übernahm
den Job (er brauchte 2min um den Kram zum
Laufen zu bringen *hmpf*!). Ich würde sagen
- Mike! Setzen, Sechs! ;-) Schlachtschüssel
begannen den Abend und haben gleich die
technischen Probleme so dass sie einen Song
abbrechen (O-Ton Heinz: "Jetzt spielen wir
10 Jahre und heute das erste mal solche
Probleme"). Der Alptraum jedes Musikers.
Kurzes Justieren, dann gings weiter. Während
dieser ersten Runde machten wir den
Schlachtschüsslern unser "Bandgeschenk":
Eine Torte mit dem Schriftzug
"Schachtschlüssel" und mit einem Oberevil
Totenkopf drauf. Wir zündeten die 10 Kerzen
an und Manu (die weibliche) durfte blasen
(also die Kerzen) *hüstel*. An dieser Stelle
noch mal der Dank an Tina (die vom Egon),
die diesen Kuchen gebacken und verziert
hatte. Ich glaube die Schlachtschüssler
haben sich echt gefreut...
Zeitsprung: Wir spielten die Runde 2 (
und später dann 4) und ich hatte mal
wieder so richtig Spaß an der Sache. Waren
die Leute im Publikum in Runde eins noch
relativ verhalten, brach jetzt so langsam
das Eis. Wir hatten ein Spaßprogramm mit
Klassikern und der berüchtigten "Assi-Runde"
(Zwangsversteigerten D-Hälften, Dimple Minds
oder auch Onkel Tom) im Gepäck. Bei den
Leuten - die zahlreich und trinkfreudig
erschienen waren - kam der Spaß langsam aber
sicher auch in den Köpfen (Headbanging!) und
Beinen (Dancing Queen!) an. Ich war wohl am
"Dauergrinsen" (ließ ich mir sagen). Während
dann wieder Schlachtschüssel spielte, ging
ich durch den Saal und traf eine Menge
bekannte Gesichter (zu viel um sie alle
aufzuzählen) unterhielt mich hier und da
(hätte fast meinen nackten Hintern an das
Fenster zum Hof gehalten - aber das ist eine
andere Geschichte) und landete letztendlich
wieder im Backstage. Dort sitzt ein Typ auf
unserem Bierkasten (der für die Bands) und
zieht den Unmut der Musiker auf sich. "Wer
ist das eigentlich und warum trinkt er unser
Bier?" Aber solche Leute gibts überall in
den Backstages dieser Welt. DIe hängen ab,
keiner kennt sie wirklich und am Schluß
bekommt man kein Feierabendbier mehr... Mir
wars Pumpe, ich musste eh noch nach Hause
fahren. Am Schluss sollen dann bei ihm auch
noch "illegal stuff" im Spiel gewesen sein
(aber das ist auch nicht so richtig
bestätigt). Puhh.. Irgendwann sitzen ich auf
dem alten Sofa im Backstage und habe ich
meinen Fotoapparat wieder in den Händen.
Selbiger war ca. 1 Stunde verschwunden und
unterwegs im Saal. Ich schaute mir nun das
Ergebnis auf dem kleinen Display an und
traute meinen Augen nicht. Waren das grad
Möpse die ich da gesehen habe? Ich klickte
mich die zwei Bilder zurück und tatsächlich.
Ich meiner Abwesenheit (ehrlich!) entstand
das Bild einer unbekannten Frau, die mir
(und wohl der Band) einen kleinen Gruß
hinterlassen wollte. In Form ihrer von Gott
mitgegebenen "Attribute". Oh shit... *lach*.
Abschließend muss gesagt werden: Fuck yeah!
Das war cool! Wirklich ein Hammer-Abend in
Gunzendorf. Fast fühlt man sich wieder wie
16. Ist das kindisch und unreif? Mein
Antwort: Klar ist es das - für den Spaß ist
es das wert. Deswegen machen wir ja so viel
Unsinn! I love my Job! So long! CU






